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17. März 2015

:: Frohe Ostern! Für wen? ::



Ostern steht vor der Tür. Wir kaufen Zweige und hängen unserer neu gekaufte Osterdeko auf. Kaufen ganz viel Schokolade für die Kids, damit sie etwas zum Suchen haben. Blasen mit ihnen die frisch gekauften Eier aus, bemalen sie und hängen diese dann auf. Aber vor allem überlegen wir uns, was es dieses Jahr an Ostern zu essen geben wird. Lammkeule im Krustenmantel oder ein leckeres Kalbsschnitzel mit Kräuterbutter, auch lecker der klassische Hasenbraten. War da noch etwas?

Ach ja, eigentlich feiern wir ja Christi Geburt. Der Langhaarige in Jesuslatschen kommt bei dem ganzen Osterkram ziemlich zu kurz. Oder? 

Dabei frage ich mich doch, wie christlich Ostern eigentlich noch ist?

An diesem Tage sollten wir ihm gedenken und nicht irgendeinem Osterhasen. Der Kerl hat ganz schön was durchgemacht. Hingerichtet durch Kreuzigung, ein sehr unschöner Tod. Dann kam er wieder zurück als Wiedergeborener, um uns die Wahrheit und den Weg zurück zu Gott zu verkünden. 

Von ihm müsste es doch Schokoladenfiguren geben. Oder etwa nicht? 

Ist es also angemessen, wie wir diesen Tag feiern? Ich glaube nicht. Schaut man in die Geschichte, feiern wir immer noch nach heidnischen Gebräuchen. Hase und Ei waren damals ein Sinnbild für Fruchtbarkeit und neues Leben. Die Germanen feierten die Göttin Ostara, daher der Name Ostern. So huldigen wir also jedes Jahr mit Hase und Ei, dieser Göttin. Verrückt oder? Der Osterhase lässt sich nun mal besser vermarkten als Jesus. Jesus ist nicht süß, kuschelig und hoppelt über die Felder und versteckt unsere Ostereier.

Jesus war eigentlich ein Hippie, ein Öko ein modern denkender Mensch. Seine Lehren waren selbstlose Nächstenliebe, Frieden unter den Menschen, den Tieren und der Natur.

In seinen Lehren kamen keine Riten, Brauchtum oder Zeremonien vor. Nun frage ich mich, was wohl Jesus zu unseren Hasen und jungen Lämmern auf unseren Tellern sagen würde? Woher kommt dieser unglaubwürdige Fleischkonsum? Selbst beim Abendmahl teilt er Brot und Wein und nicht die Lammkeule.

Es gibt ein außerbiblisches Evangelium, dem "Evangelium Jesu"*, hier gibt es eine Aussage von ihm, die in der heutigen Bibel nicht zu finden ist: die da heißt: 

"Wehe dem Schlauen, der die Geschöpfe Gottes verwundet! Wehe den Jägern! Denn Sie sollen selbst gejagt werden." (Kap. 14) "Ich aber sage euch: Vergießet kein unschuldiges Blut, noch esset das Fleisch."(Kap. 33) "Gott gibt die Körner und die Früchte der Erde zur Nahrung; und für den rechtschaffenen Menschen gibt es keine andere rechtmäßige Nahrung für den Körper." (Kap. 38)

In der Bibel steht das Gegenteil. Hier wird das essen von Fleisch erlaubt. Jetzt haben wir in der zitierten Schrift aber genau das Gegenteil. Da stimmt doch mal wieder etwas nicht.

Fazit: Jesus war wohl offensichtlich mindestens Vegetarier, wenn nicht sogar Veganer.

Hieronymus, der berühmte Kirchenvater schrieb. „Der Genuss des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt – aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und die übelriechenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft ... Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang [Genesis 1:29] verknüpft, sodass es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen ...“(Adversus Jovinianum I, 18)

Nach mir die Sintflut! Ein Spruch der zu vielen Menschen passt, die unüberlegt durch das Leben gehen.  Konsumieren ohne Rücksicht auf Verluste. Machen ja alle so. Oder?

Ich möchte jetzt nicht unbedingt der Kirche Böses nachsagen, aber die haben uns doch die ganze Zeit über verarscht. Da hat doch glatt ein Fleischfressender-Fan unsere Bibel verpfuscht! 

Wenn da mal nicht der Teufel mit im Spiel war.


In diesem Sinne wünsche ich euch ein frohes veganes Ostern.


* Auch bekannt als "Das Evangelium des vollkommenen Lebens", G.J.R. Ouseley Humata Verlag, Bern.

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